Da Fernreisen derzeit eher schwierig sind, sind mein Mann und ich neulich
in die Erinnerungen an unsere Weltreise „gereist“.
Dabei erzählte er mir sehr detailliert von einem Erlebnis, das ihm noch heute ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Doch ich konnte mich überhaupt nicht an diesen Moment erinnern.
Ich habe dann behauptet, dass ich nicht dabei gewesen sei.
Doch Sebastian hingegen weiß noch ganz genau, wo ich stand und was ich anhatte.

Komisch, oder?
Wie kommt es, dass er die Situation so präsent hat, als wäre es gestern gewesen und bei mir ist nichts mehr davon da?

Das hängt zum einen an der Selektiven Wahrnehmung unseres Gehirns.
Wir können gar nicht alle Eindrücke um uns herum aufnehmen, das würde uns mengenmäßig total überfordern. Darum hat unser Gehirn Filter entwickelt, die nur für uns relevante und bekannte Dinge durch lassen.
Dadurch sieht jeder Mensch die Welt etwas anders, also durch seine eigene Brille.

Nun war ich in der Situation auf der Reise dabei und habe diese ganz sicher wahrgenommen.
Doch für mich war sie wohl nicht so relevant und wichtig, dass mein Gehirn
jahrelange Speicherkapazität dafür bereit hält.
Diese Erfahrung ist also irgendwann wieder gelöscht worden.
Das ist eine wunderbares Feature des menschlichen Gehirns.
Denn es speichert am liebsten die positiven, kraftgebenden Erfahrungen.
Die schlimmen werden gelöscht oder verdrängt.

Diese Eigenschaft können wir nutzen, um positiv und kraftvoll an unser Tagwerk zu gehen.

Wenn alles mal wieder schwer, stressig und zu viel ist, erinnere dich ganz bewusst an einen schönen Moment.
Rufe ihn dir detailliert wieder ins Gedächtnis. Wer war da? War es warm oder kalt? Wie hat es gerochen? Wie hast du dich gefühlt?
Je mehr dir dazu wieder einfällt, desto mehr tauchst du in diesen Moment wieder ein. Genieße.

Eine meiner kraft- und freudespendenden Erfahrungen habe ich auf Bali gemacht.
Dort haben wir während unserer Reise auf einer Tauchschule gearbeitet.
Der morgendliche Arbeitsweg mit dem Roller war eine Freude.
Denn alle Balinesen, die wir passiert haben, haben gewinkt und uns eine lautes, fröhliches „Pagiiiiiii“ (Guten Morgen) zugerufen.
Heiser und gut gelaunt konnte dann der Arbeitstag im Paradies starten.

Diese Lebensfreude und Freundlichkeit habe ich in mich aufgesogen. Sie ist da. In mir.
Und in dunklen Zeiten und bei brummeligen Mitmenschen packe ich sie wieder aus. 
Einfach mal lächeln – das wirkt Wunder. Für mein Umfeld und vor allem für mich selbst.

Hast du Lust, es mal auszuprobieren?
Jetzt gleich? 
Sehr schön. Dann zieh deine Mundwinkel bis zu den Ohren. Super. Noch ein bisschen weiter…. halten… jaaaaa 🙂

Wenn du Lust hast, dich ein bisschen in die weite Welt zu träumen, dann habe ich einen schönen Buchtipp für dich.

„Tausche Büro gegen Welt“ von Sebastian Zitzmann (Infos und Bestellung – Klick!)

Das Buch über unsere 2-jährige Weltreise, das erzählt, wie wir zu den Menschen geworden sind,
die wir heute sind.
Neben vielen spannenden und auch kuriosen Anekdoten,
berichtet es von augenöffnenden Begegnungen mit wunderbaren Menschen rund um die Welt.

Denn ja, die Welt ist nicht wie wir sie sehen – sie ist viel, viel bunter.

Auf bald,
alles Liebe,
deine Sonja

P.S. Solltest du das Buch nicht über Amazon bestellen wollen, schreib mir gerne und ich schicke dir eines zu.

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