„Das größte Gefängnis,
in dem wir Menschen leben,
ist die Angst davor, was andere Menschen denken.“

Wir wollen von unseren Mitmenschen, Vorgesetzten und Kollegen in einem positiven Licht gesehen werden,
Wertschätzung entgegengebracht bekommen und Anerkennung erhalten.
Das ist menschlich.
Doch nimmt dieser Wunsch nach Bestätigung überhand, landen wir schnell in die Perfektionsfalle.


Die Perfektionsfallen

Perfektionismus ist nicht generell schlecht. Ganz im Gegenteil!
Das Streben nach perfekten Leistungen kann uns 
über uns selbst hinauswachsen und uns hohe Ziele erreichen lassen.
Es macht uns zu einem zuverlässigen, guten Mitarbeiter.
Von einem Piloten erwartest du ja auch, dass er während deines Flugs sein Bestes gibt.

Kritisch wird es jedoch, wenn wir unsere Leistungen und Erfolge mit unserem persönlichen Wert gleichsetzen.
Wir betreiben ständige Selbstoptimierung, was sehr, sehr anstrengend ist und uns einfach nicht zufrieden sein lässt mit uns selbst.

Eine weitere Falle der Perfektionisten ist das Schwarz-Weiß-Denken.
Erreichen wir unser (sehr hoch) gesetztes Ziel nicht zu 110%,
machen wir uns selbst zum Verlierer und zweifeln komplett an unserem Können und machen uns klein.


Ganz schön verrückt dieses Spiel, oder?

Zusammengefasst: Wir wollen Anerkennung von außen, dafür erwarten wir von uns selbst, mehr als unser Bestes zu geben.
Wenn wir dies jedoch nicht erreichen, fühlen wir uns als Verlierer.
Und wer schenkt einem „Verlierer“ schon Beachtung?

Noch verletzender wird es, wenn wir unser perfektionistisches Ziel erreichen und trotzdem keine Wertschätzung von den erwünschten Personen bekommen.
Nun kommt das Gefühl auf, dass selbst Höchstleistung nicht ausreicht.
Aua!


Doch was tun?

Überprüfe, ob dein Perfektionismus gesund ist
oder ob er dich unnötig stresst und letzten Endes klein macht.
Denn wir legen die Latte der Erwartungen an uns selbst, häufig höher, als es andere tun.
Schaffen wir es, uns auch noch zu mögen, wenn wir Fehler machen oder unser Ziel nicht ganz erreichen habe wir einen großen Schritt Richtung Freiheit geschafft.

Gelingt es uns auch noch, uns zu mögen, wenn die Anerkennung von anderen ausbleibt, sprich uns die Meinung anderer über uns selbst am Popo vorbei geht, dann sind wir wirklich frei.
Das kann ein langer Weg sein.
Hier ein paar Tipps, wie es dir gelingt, aus diesem Gefängnis der Menschheit auszubrechen.


7 Schritte aus der Perfektionsfalle
 

  1. Setze realistische Erwartungen an dich
    Kein Mensch erwartet Wunder von dir.
    Warum also du. Kläre, was wirklich von dir erwartet wird und was dein eigenes Zutun ist.
     
  2. Sei gnädig zu dir
    Hör auf, dich selbst zu zerfleischen, wenn etwas nicht klappt.
    Lerne aus deinen Fehlern, dafür sind sie da, nicht um dich fertig zu machen.
    Wir hören doch auch nicht auf, unsere Kinder zu lieben, nur weil sie ein Glas fallen lassen.
     
  3. Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen
    Talente sind unterschiedlich, jeder kann etwas und jeder hat andere Stärken.
    Klar, kannst du von anderen lernen und sehen was sie besser machen als du, doch werte dich dadurch nicht ab.
     
  4. Bitte um Hilfe
    Keiner kann alles alleine schaffen.
    Es ist sogar ein Zeichen von Größe, seine eigenen Schwächen einzugestehen und an jenen Punkten um Hilfe zu bitten.
     
  5. Mach es einfach
    Diesen Satz kannst du in seiner doppelter Bedeutung sehen.
    Zum einen, leg endlich los und zum anderen verkompliziere es nicht – es muss nicht immer perfekt sein…
     
  6. Löse dich von anderen
    Damit meine ich nicht, dass du zum Einzelgänger werden sollst. Doch frage dich einmal, von welchen Menschen du dir wünschst, dass sie Gutes von dir denken.
    (Falls es einfacher sein sollte, kannst du auch die Personen aufschreiben, bei denen es dir egal ist)
    Nun beantworte dir noch die Frage, warum dir das so wichtig ist.
    Wenn du diese Antwort kennst, kannst du das Bedürfnis nach Anerkennung auch ohne Perfektionismus befriedigen.
    Versprochen.
     
  7. Sei stolz auf dich
    Du hast allen Grund dazu. (Und jetzt bitte kein „Aber…“)

Wo befindest du dich in diesem Anerkennungs-Perfektionismus-Spiel?
Schreib mir eine kurze Nachricht, bei welchen Punkten des Artikels du dich wieder findest und wie du damit umgehst.
Unter allen eingegangenen Antworten bis zum 31. Juli 2020 verlose ich drei Bücher über meine Weltreise
„Tausche Büro gegen Welt“ (https://weltreise.sebastian-zitzmann.de/)

Ich freu mich auf deine Nachricht.

Alles Gute,
Sonja Zitzmann

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