Kreativität – die Lösung unserer Probleme

Immer wieder kehrende, scheinbar unlösbare Probleme – Wer kennt sie nicht im täglichen Berufsleben und im abendlichen Familiendasein? Die gute Nachricht ist: Häufig reicht bereits ein „Kopfstand“ – also ein Perspektivwechsel – um eine geeignete, kreative Lösung zu finden. So sagte z.B. Pablo Picasso:

„Wenn ich mir keine Ölfarbe leisten kann, kaufe ich Wasserfarben. Wenn für Wasserfarben kein Geld bleibt, bitte ich um Bleistifte. Wenn die Bleistifte ausgehen, man mich ins Gefängnis wirft, spucke ich mit auf die Finger und bemale die Wand.“

Mit diesem Zitat erklärt uns Picasso was Kreativität aus seiner Sicht ausmacht: die Fähigkeit, für ein altes Problem eine neue Lösung zu finden. Doch ist die Erkenntnis des Künstlers auch für uns und unseren Beruf relevant? Ja. Denn was Picasso hier beschreibt steckt in jedem von uns. Es ist die Fähigkeit, unsere Erfahrungen und unser Wissen neu zu verknüpfen und dadurch für uns neue Lösungen zu finden.

„Ich bin nicht kreativ“, sagen sich viele Menschen. Doch wir alle sind es. Wir müssen diese Gabe nur nutzen und Freude daran finden.

Alles was wir benötigen um unsere Kreativität aufleben zu lassen, ist unser Wissen, unsere Erfahrungen, Neugierde und ein bisschen Mut, die vertraute Routine zu verlassen.

„Um kreativ zu sein brauchen wir Wissen, das fest im Kopf verankert ist und auf das wir jederzeit zugreifen können. Je mehr Wissen, desto mehr Spielmaterial für ungewöhnliche Denkprozesse“, sagt Prof. Rainer Holm-Haldulla, Kreativitätsforscher an der Universität Heidelberg.

Die Kombination von vorhandenem Wissen und neuen Impulsen lässt unsere Kreativität auf Hochtouren kommen und ermöglicht uns einen Perspektivwechsel. Seien Sie neugierig, wissensdurstig und lassen Sie sich inspirieren. Inspiration findet jeder in anderen Dingen. Verschlingen Sie Filme, Bücher, Musik, Gemälde. Regen Sie Ihre Fantasie durch Gedichte, Träume, Gespräche, Architektur, Bäume, Wolken… an.

Häufig geschieht diese Verknüpfung von alleine in unserem Unterbewusstsein. Was die neu geborene Idee oder Lösung wieder „tötet“ – also verwirft – ist unsere rationale Sichtweise und unser sehr hoher Anspruch an uns selbst. Fahren wir den Kritiker in unserem Kopf etwas herunter, entsteht automatisch Freiraum zum Probieren und Ideenspinnen. Ja – erlauben Sie sich, manchmal zu spinnen. Es bedarf etwas Mut, aus der sicheren Routine auszubrechen, doch es lohnt sich.

Picasso schreibt über eines seiner bekanntesten Werke „Der Stierkopf“: „Ich fand unter altem Kram einen Fahrradsattel und eine verrostete Lenkstange. Blitzschnell sind in meiner Vorstellung beide Teile zusammengewachsen. Hätte ich darüber nachgedacht, wäre mir das Werk nie gelungen“.

Statt also unserem inneren Kritiker Gehör zu schenken, sollten wir häufiger unseren spontanen Impulsen folgen, denn Sie sind der Schlüssel zu Kreativität und damit auch Glück. Ein kreativ gelöstes Problem macht uns zufrieden, die Ausschüttung der Stresshormone wird gestoppt, wir sind stolz und unser Selbstvertrauen wird gestärkt – es macht uns glücklich.

 

TIPP: Die Kopfstandübung

Wenn Ihnen zur Lösungsfindung nur Dinge einfallen, die nicht funktionieren, kehren Sie die Fragestellung um und betrachten Sie das Problem wir beim Kopfstand aus einer anderen Perspektive. Fragen Sie sich zum Beispiel: Wie darf das Ergebnis auf gar keinen Fall aussehen? Was muss ich tun, um den Kunden auf keinen Fall zu gewinnen? Wie wäre es, am Ende anzufangen?

Überschwemmung

 

*

*

*

Kiesel Coaching – Ihr Business Coach in Freiburg, Stuttgart und ganz Baden Württemberg